Werbung – Meine Ansichten zu dem Thema

Hallo, hallo, hallo!

*Werbung wegen Markenerkennung. Lange habe ich überlegt mich mal zu diesem Thema zu äußern. Mittlerweile ist es fast schon gängig, dass bei Instagram nahe zu unter jedem 2. Beitrag das Wörtchen Werbung steht, einfach weil alles was Werbe-Absichten haben könnte (Markenprodukte, Ortsangaben, Markierung von Personen), gekennzeichnet werden muss. Allerdings ist mir schon des öfteren (nicht nur bei mir) aufgefallen, dass Werbung ziemlich vielen Leuten übel aufstößt.

Werbung – Ein leidiges Thema

Man kann dieses Thema ja aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Dadurch, dass ich selber ja sehr aktiv bei Instagram und (teilweise vermehrt auch) auf meinem Blog bin, weiß ich einfach wie viel Arbeit hinter so einer Account-Pflege steckt.

Oft ist es ja so, dass große Influencer auf ihren Accounts viel Werbung zeigen, gerade weil sie eben Ihren Lebensunterhalt damit verdienen. Die Follower wünschen sich täglich neue Inspiration und Beiträge und da steckt eben auch Arbeit hinter. Wenn man das Ganze recht professionell betreiben möchte und seine Leser regelmäßig mit neuem Input versorgen möchte, muss man viel Zeit investieren, sodass es schwierig wird noch einem anderen Beruf nachzugehen. Klar, könnte man das auch tun, aber ich denke dann hätte man recht wenig Freizeit und irgendein Lebensbereich würde sicherlich darunter leiden.

Einerseits möchten die Leute viel von dir lesen/sehen/hören, aber Geld verdienen sollst du damit auch nicht. Wie soll man aber neben einem Vollzeit-Job die Zeit für all dies finden, ohne dass das Privatleben darunter leidet?

Ich habe bei sehr großen Profilen schon einige böse Kommentare gelesen wie “Oh toll, Werbung, dafür gibt´s von mir keinen Like”. Das finde ich schlicht unfair, da diese Person sich auch hier Mühe bei der Umsetzung gibt und Herzblut investiert. Das vermittelt einfach NULL Wertschätzung. Also wenn ihr einem Profil folgt, dass ihr wirklich gerne mögt, weil ich z.B. die Person dahinter sympathisch ist, dann lasst doch auch bei Werbe-Beiträgen gerne mal etwas Liebe da. Es steckt trotzdem eine reale Person dahinter, die viel Mühe, Zeit und Herzblut investiert.

Meine Ansicht zu dem Thema

Ich bin ehrlich: Für sind ist mein Blog und mein Instagram- Profil ein Hobby, dem ich gerne nachgehe, was mich aber auch viel Zeit kostet. Ich arbeite hauptberuflich 30 Stunden die Woche und verbringe natürlich auch Zeit mit meiner Familie, die mir sehr kostbar ist. Dennoch stecke ich viel Zeit in mein Hobby, weil es mir einfach Spaß bringt. Natürlich sind Kooperationen ein netter Nebeneffekt und mal Hand aufs Herz: Wer würde seine Reichweite denn nicht nutzen, wenn man sein Hobby zum Beruf/Nebenjob machen kann?

Mir fällt bei mir selber und auch bei anderen aber immer wieder auf, dass Werbung (auch wenn sie super cool und interessant verpackt ist) verhältnismäßig viel weniger Aufmerksamkeit bekommt, als andere Beiträge.

Wie viel Zeit nimmt ein Instagram-Profil/Blog in Anspruch?

Viele sehen einfach immer nur “Achja, nun lädt sie ein Bild hoch und kassiert schön das Geld/teure Produkte”. (Auch schon im Freundeskreis gehört…) Aber soll ich euch mal etwas erzählen? Damit ist es nicht getan! Ich mache Fotos (und nein, das Bild ist nicht beim ersten Versuch perfekt!), überlege mir stetig neue Themen, bearbeite meine Fotos, überlege mir Texte zum Bild und auch Texte zur Werbung, die nicht langweilig und stumpf sein sollen, bin selber aktiv, mache auf mein Profil aufmerksam, beantworte täglich einige E-Mails und Anfragen, beantworte Kommentare und Privatnachrichten, drehe Storys, gehe auf Events, habe auch mal keine Lust und lade dennoch jeden Tag etwas hoch, um meine Leserinnen mit Input zu versorgen. Zwischendurch fallen dann auch mal Dinge an wie Rechnungen sammeln und sortieren, die Steuer vorbereiten usw. Achja und wenn meine Kinder im Bett sind sitze ich Abends oft am PC und bereite Blog-Beiträge vor und bin stetig aktiv.

Angenommen ich würde im Monat 200€ mit meinem Profil verdienen, dann ist das kein hinterher geschmissenes Geld, sondern ich rechne es auf 30 Bilder im Monat, denn in jeden einzelnen Beitrag wurde Zeit investiert, nicht nur in die vielleicht 3-4 Werbe-Beiträge im Monat. Das sehen viele gar nicht.

Und nein! Produkte sind nicht “umsonst”. Auch Geschenke sind ein geldwerter Vorteil und müssen als Einkommen versteuert werden. Viele wissen das gar nicht!

Kooperationen

Damit komme ich auch schon zum Thema Kooperationen. Viele werden es wahrscheinlich nicht glauben und das soll auch nicht doof klingen, aber ich sage SEHR viele Kooperationen ab. Das hat nichts damit zutun, dass ich es nicht nötig hätte, aber dadurch, dass ich drauf zahle (wegen der Steuern), wenn ich “nur” mit Produkten vergütet werde, überlege ich mir 10x, ob ich eine Kooperation wirklich eingehen möchte, ob diese zu mir passt und ob diese euch auch gefallen könnte.

Das Gute daran ist, dass ihr euch zu 100% sicher sein könnt, dass ich hinter den Produkten stehe, die ich euch vorstelle. Ein gutes Beispiel: Mir hat mal ein großer Süßwaren-Hersteller eine gute bezahlte Kooperation angeboten. Natürlich habe ich diese abgelehnt und ihr könnt euch sicherlich denken warum. Ich stehe mit meinem Profil dafür, dass wir zuckerfrei leben. Wie also sollte ich bitte authentisch vermitteln, dass ihr euren Kindern mehr Zucker geben sollt?! 😀

Wie ich Werbung bei anderen empfinde

Wie bereits oben erwähnt, wertschätze ich die Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen (wenn man das so nennen kann:-)) sehr. Mittlerweile reagiere ich auf Werbe-Beiträge erst Recht, weil ich einfach sehe, dass viele für ihre “Arbeit” verhältnismäßig weniger Anerkennung und Lob bekommen, als für “Just-for-fun” Bilder.

Klar gibt es auch Werbung die mich nervt! Ich mag zum Beispiel keine Überteuerten Detox-Tees oder Abnehm-Kurse, die ein paar 100€ kosten und für die gefühlt jeder 3. Blogger wirbt. Aber ich finde, so muss halt jeder selber entscheiden, was zu ihm passt und womit man sich am besten identifizieren kann.

Ich habe wirklich großen Respekt vor den Mädels und Männern, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben.

Mein Fazit

Seid nicht so streng mit den ganzen Influencern, Micro-Influencern, Bloggern und wie sie sich alle schimpfen! 😀 Letzten Endes verdienen diese Ihr Geld auch auf ehrliche Art und Weise wie du und ich und Niemand wird gezwungen überteuerte Produkte zu kaufen. Ich zum Beispiel würde mir niemals etwas kaufen NUR weil XY das selbe trägt. Zum Glück hat ja jeder seinen eigenen Geschmack und kann selber entscheiden was er braucht und was nicht.

Ich wünsche mir lediglich mehr Wertschätzung für das, was Blogger so leisten! Also denkt beim nächsten mal an mich, wenn ihr euch wieder über Werbung ärgert und schenkt der Person ein bisschen Liebe 😀

Was viele vergessen: Bloggen ist ein 24 Stunden Job und besteht nicht nur aus Päckchen öffnen, Storys machen und sich hübsch anziehen 😀 Natürlich teilt man größtenteils die schönen Seiten und nicht “Hey Leute, ich habe hier gerade 2 Stunden E-Mails bearbeitet und darf mich jetzt um die Steuererklärung kümmern.”

xx, eure Vicky

 

P.S. Wenn euch weitere solche Themen interessieren schreibt mir doch gerne bei Instagram @alltags_liebe eine Nachricht mit eurem Themenwunsch. Wenn du selber wissen möchtest, wie du  bei Instagram wachsen kannst, schaue dir doch auch diesen Beitrag an.

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